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Archiv für den Monat September 2012

Im Original veröffentlicht von @KONSONAUT auf dem KONSONAUTIK-Blog am  28. September 2012

Für einen Vorgeschmack dient dieser Mitschnitt, leider in einer minderwertigen Tonqualität. PORTER, eine Band aus dem Ruhrgebiet, die live tierisch viel Spaß macht und einen mitreißt.

Am 29. September 2012 im Düsseldorfer Session-Club, Ratherstraße 45!
Über 10 Bands beim BIRTHDAY BASH für schlappe 7,- € – 
und mittendrin natürlich die wunderbaren  PORTERs!
Einlass 15 Uhr, Beginn 16 Uhr, Porter um ca. 20:15

Mehr Infos bekommt ihr hier:
http://porteronline.wordpress.com/

http://www.porter-online.de/

Im Original von Ulf Hundeiker auf seinem Blog
Verzapft am 27. September 2012, so um 18 Uhr 56

Kategorie: Filmprojekt

Gestern hatte ich Drehtermin mit Markus und Volker, um gezielte Aussagen zu verschiedenen Themen einzufangen. Nachts nicht schlafen könnend beschäftigte ich mich, wie meistens in solchen Nächten, mit ersten Bearbeitungen des im Maschinchen Buntes aufgenommenen Materials. Und ich stelle fest: Es geht besser von der Hand als zu Beginn.

Ich im Einsatz in Witten mit Kaffee.

Und ich nehme nun weniger mit, allerdings auch nicht zu wenig, ich brauche fast alles Gerät, vergesse aber nichts.

Und nun beginnt der Film auch an Fülle zu gewinnen, denn ich nehme ab jetzt einiges an eigentlichem Inhalt auf. Und damit wird’s auch noch spannender.

Aurela darf nicht sterben!

Kultur-GUT: Porter (Rockband) spenden ungefragt und ab sofort sämtliche Einnahmen ihrer letzten Platte!http://porteronline.wordpress.com/2012/09/24/jetzt-porter-cd-fur-5-e-kaufen-und-mit-jedem-cent-helfen-aurela-zu-retten/
JETZT Porter-CD für 5,- € kaufen und mit jedem Cent helfen, Aurela zu retten!
porteronline.wordpress.com
Angeregt durch die famose Idee des WestSideBloggers Marcus Jüngling, der den Reinerlös seines aktuellen Buches “50 kleine

Im Original hier:
Verzapft am 24. September 2012, so um 16 Uhr 26 von Ulf Hundeiker

Ich kenne sämtliche Ausnahmen von der Schlechtigkeit, scheint’s.

Das Projekt zur Rettung der leukämiekranken Aurela im Kosovo war eigentlich ein ziemlich wahnsinniges und unmögliches solches: Ich hatte solches noch nie organisiert, ich hatte keine Ahnung, ich hatte keine passenden Beziehungen, ich hatte nur meinen fast-westfälischen Dickschädel und den Willen, nicht herumzulabern und Gutes zu fordern, sondern zu machen und selbst etwas zu unternehmen.

Was man nicht kann, kann man oft lernen. Wen man nicht kennt, kann man kennenlernen. Wenn man jemanden kennt, der etwas kann, kann man ihn bitten, einem etwas abzunehmen. Und innerhalb von wenigen Wochen hatte ich, mit viel Zeit und Mühe, ein kleines Netz aufgebaut, und manche Maschen dieses Netzes arbeiten durchaus auch autonom.

Ich stellte fest, dass der Westsideblogger die Erlöse seines Buches„>seines Buches komplett spendet. Soeben stellte ich fest, dass, dadurch inspiriert, Porter (die Band mit dem Film wo ich drehe, falls ich Euch damit noch nicht genug genervt habe) mit ihrem jüngsten Album Damocles nun das gleiche tut. Während die einen motzen, meckern, jammern, stänkern*1 helfen erstaunlich viele andere*2 oder kommen gar auf solche und andere großartige Ideen.

Ich kenne so viele Menschen. Und so viele davon*3 sind wirklich und wahrhaftig gut. Das Leben ist schön.

    • Anm. 1: wovon ich mich nicht freisprechen will!

    • Anm. 2: trotz zum Teil mehr als bescheidener Mittel!

  • Anm. 3: Eingeschlossen sind sehr viele nicht hier erwähnte!

Aurela darf nicht sterben!

Autor des Beitrages ist Jürgen Wiese, EIntrag vom 24. September 2012.
Im Original ist der Beitrag erschienen auf snowinsoho.de

Hintergrund

Am 10. Oktober 2012 halte ich im Rahmen einer cre8:thema Veranstaltung einen Vortrag über “Crowdfunding”. Im Zuge meiner Vorbereitungen habe ich mich mit Markus Sänger von der Band “Porter” über ihr “Wolkenstein”-Crowdfunding-Projekt bei startnext.de unterhalten.

Seit über 10 Jahren macht die Band “Porter” aus Dortmund nun schon charismatischen Alternative-Rock. Es gibt bislang 4 selbstproduzierte EPs voller Herzblut. Mit dem anstehenden neuen Album “Wolkenstein” möchte die Band endlich den verdienten Durchbruch schaffen.

Wer Porter noch nicht kennt, dem empfehle ich, mal in das Titelstück der EP Black Neural Symphony hineinzuhören…

Trotz guten, persönlichen Kontakten zu einem Studio und viel D.I.Y.-Engagement der Musiker kostet die Produktion eines Albums nun einmal Geld. Geld, dass die Fünf nicht komplett aufbringen konnten. Ebenso wenig gab es eine Plattenfirma, die mit einem großzügigen Vorschuss die Produktion des Silberlings ermöglicht. Was also tun?

Markus Sänger, der Schlagzeuger der Band, hat von einer Bekannten den Tipp bekommen, es doch mal mit der Crowdfunding-Plattform startnext zu versuchen.

Das Projekt, dass Markus daraufhin bei startnext anlegte, sollte 2.000 Euro zur ergänzenden Finanzierung der Produktions-, Mastering- und Presskosten des anstehenden Albums einsammeln — und wurde erfolgreich abgeschlossen.

Mit Hilfe von 73 Supportern wurden insgesamt 2.166 Euro gesammelt.

Interview mit Markus Sänger, Schlagzeuger der Band “Porter”

Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Markus, warum habt ihr euch ausgerechnet startnext und nicht beispielsweise Kickstarter oder Sellaband als Plattform für euer Projekt ausgesucht?

Nun, eine Bekannte von mir wies mich auf die Plattform hin. Ich habe mich dort ein wenig umgesehen und die Funktionen mit einigen anderen Plattformen verglichen. Letztlich war es wohl auch ausschlaggebend, dass sich der TV-Sender ARTE dort engagiert und mit seinem guten Namen dahintersteht. Das erschien mir vertrauenswürdig genug.

Außerdem hat sich die Plattform insbesondere bei den kreativen und kulturellen Projekten einen guten Ruf erarbeitet. Das war mir wichtig. Wenn du dann noch siehst, wie du dich selbst — als Projekteigner — nackig machen musst, um ein Konto bei der Fidor-Bank zur Abwicklung der Zahlungen einzurichten, dann hat das auch meine Sorgen beseitigt. Alles wirkt sehr professionell und seriös.

Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Welche Erfahrungen hinsichtlich der Bedienbarkeit der Plattform hast du gemacht?

Da ich selbst als öffentliches Wesen transparent auf den diversen Blogging-Plattformen im Netz unterwegs (z.B. ganz unprätentiös als @derherrgottbei Twitter) und dazu noch gelernter Grafiker bin, fiel es mir nicht schwer, mich zurechtzufinden. Die Plattform unterstützt einen mit allen gängigen Hilfsmitteln bei der Erstellung der Projektseite ohne dabei zu viele Funktionen bereit zu stellen. Ein kurzes Promovideo war auch schnell produziert.

Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Sind die über 2.000 Euro eigentlich wirklich von “echten” Unterstützern und Fans gekommen, oder habt ihr — oder Verwandte und Freunde — selbst nachgeholfen?

Im Ernst? Wir hätten als Band vielleicht selbst was rein gegeben, wenn kurz vor Projektende noch etwas aufzufüllen gewesen wäre. Aber zum Glück stellte sich die Frage ja nicht. Interessanterweise waren es weniger die uns bekannten Fans oder Freunde, die unser Projekt mit ihrem Geld förderten. Gut zwei Drittel der Unterstützer kamen aus den Reihen unserer virtuellen Kontakte. Dadurch, dass wir viele unserer Songs und Cover-Arts unter einer Creative Commons Lizenz kostenfrei zum Download anbieten und wir auch nicht Mitglied der GEMA sind, sind wir in diesem Fall von den Blogger- und Twitter-Communities als “Good Guys” super unterstützt worden. Das hat uns einen echten Energieschub gegeben — und auch neue “Real Life”-Kontakte ermöglicht.

So begleitet Ulf, den ich via Twitter kennenlernte, uns inzwischen mit seiner Kamera. Er wird ein Film drehen über unser “Wolkenstein”-Projekt. Das ist etwas, worüber wir uns sehr freuen. Noch mehr freuen würden wir uns, wenn Ulf bei seinem Projekt — welches auch via Crowdfunding finanziert werden soll, von euch allen mit unterstützt wird.

Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Glaubst du, dass Crowdfunding nur bei Musikern und Bands funktioniert?

Naja, Albumproduktionen von Musikern scheinen ganz gut zu funktionieren, Filmemacher haben es da sicher etwas schwerer. Wichtig ist, dass du Qualität und Engagement glaubhaft vermitteln kannst. Es wäre also gut, wenn potenzielle Geldgeber irgendwie einschätzen können, ob das Geld gut angelegt ist. Dabei spielt die Höhe der angelegten Summe gar keine große Rolle. Uns hat es auch hierbei sehr geholfen, dass wir unsere bisher produzierten Songs kostenfrei anbieten. So konnte jeder uns testen, bevor er sein Geld gab. Es ist also von Vorteil, wenn man schon etwas bekannter ist, schon eigene Fans hat und nicht mit dem Wunsch eines Debüt-Albums kommt. Ich stelle es mir sehr schwer vor, dann jemanden zu bewegen, Geld in den Hut zu legen.

Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Wenn ich meine eigenen Crowdfunding-Erfahrungen mit der Sängerin Kaye-Ree mal betrachte und dann höre, was du über euer Projekt zu sagen hast, dann stelle ich fest, dass Crowdfunding funktionieren kann, wenn du

  1. als Künstler auf eine bestehende Fanbase zurückgreifen kannst
  2. es gewohnt bist, für dich und deine Projekte auf allen möglichen Kanälen zu werben und
  3. am besten schon bestehendes Material vorlegen kannst, um deine Qualitäten zu zeigen

Wenn man dann mal genauer analysiert, woher die Besucherströme auf die Webseite der Crowdfunding-Plattformen gelangt, könnte man zu dem Schluss kommen, dass auch die Crowdfunding-Plattform einen nicht unerheblichen Benefit vom Künstler bekommt.

Warum? Wie meinst du das?

Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Nun ja, du darfst als Künstler die Plattform für die Abwicklung des Projektes nutzen, schickst aber selber — aufgrund deiner Kontakte und deiner eigenen Reputation — die Besucher auf die Plattform, die sich dort registrieren und ihr Geld lassen. Und an der Bereitstellung eines möglichst automatisierten Prozesses verdient der Crowdfunding-Anbieter so zwischen 5 und 10% der eingesetzten Gelder. Was bekommst du als Künstler für eine Gegenleistung?

Stimmt, jetzt wo du das sagst, fällt mir wieder ein, dass auch ich bei startnext angefragt habe, was man eigentlich tun müsste, um mal auf der Startseite des Portals angeteasert zu werden. Darauf habe ich leider bis heute keine Antwort bekommen.

Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Könntest du dir vorstellen, eine komplett eigene Lösung online anzubieten? Es gibt ja zum Beispiel wordpress Plugins wie Ignitiondeck, mit der du eine komplette Crowdfunding-Lösung out-of-the-box zur Integration in deinen Blog umsetzen kannst?

Ich bin mir nicht sicher. Es stimmt zwar, dass du als unbekannte Indie-Rockband wohl nur schwer Support über die Crowdfunding-Plattform bekommst, aber der gute Name der Plattform hilft dir sicher beim Sammeln des Geldes. Es ist ja auch eine Vertrauensfrage, die sich beim Fan stellt. Fließt das Geld in die richtigen Kanäle? Werden die richtigen Projekte unterstützt? Gibt es eine Art Kontrolle, dass sich Typen nicht nur einfach via Crowdfunding ihren nächsten Urlaub realisieren lassen? Bei all dem hilft dir sicher der Name und die Reputation der Plattform.

Snowinsoho - Labor für virales Marketing
Alles in allem — würdest du wieder eine Crowdfunding-Kampagne starten?

Ja sicher, warum nicht?

Nachklapper

Später, nach dem Interview war auf Twitter folgendes zu lesen:

dank eines Tipps von @gruebeley gerade ein sehr angenehmes Telefoninterview mit @derherrgott zum Crowdfunding Projekt Wolkenstein geführt

@snowinsoho

J. Wiese
@snowinsoho Aber sehr gerne,ich fand`s auch sehr angenehm und vor allem sehr anregend.Den kritischen Blog schreibe ich definitiv @gruebeley

@derherrgott

derherrgott

Ich bin gespannt und neugierig auf den Artikel, den Markus schreiben wird…

Wer sich über die Band “Porter” informieren möchte, macht das am besten unterporteronline.wordpress.com.

Songs herunterladen, hören, gut finden und das nächste Mal zum Konzert gehen — bitte!