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Freitag, 20. April 2012 von @derherrgott

Die Wittener Alternative-Rockband Porter, bestehend aus
5 gestandenen Musikern, die sich ihre Sporen allesamt in
den unterschiedlichsten Bands und Genres verdient haben,
geht nach 4 selbstfinanzierten EPs einen neuen, modernen
und noch ungewöhnlichen Weg.

Seit dem 17. April läuft auf der Crowdfunding-Plattform
http://www.startnext.de das “Wolkenstein”-Projekt von Porter.

Die Idee hinter dem sogenannten “Crowdfunding” ist so
simpel wie genial: Viele Leute setzen einen selbstgewähl-
ten Geldbetrag für ein von Ihnen ausgewähltes Kultur-
projekt ein. Im Gegenzug erhalten alle Spender ein
Dankeschön, das nicht selten aus exklusiven Artikeln und
Preisen besteht, welches man so in dieser Form nirgendwo
kaufen kann.

Im Falle Porter bedeutet das, dass die Band Ihr Ziel, 2.000 €
für die Produktion ihres neuen Albums “Wolkenstein” zu
sammeln, innerhalb von 3 Monaten, also bis zum 17. Juli
2012 erreichen muss.

Sollte das Ziel erreicht werden, kann PORTER mit dem Geld
ins Studio gehen und alle Supporter erhalten ihr garantier-
tes Dankeschön – und die haben es bei Porter, je nach
Unterstützung, durchaus in sich: Vom bloßen Dank auf der
Facebook-Page der Band über die neue handsignierte CD
frei Haus, reicht das Angebot über freien Eintritt zu Porter-
Konzerten auf Lebenszeit und einen Studiobesuch bis hin
zu Kunstwerken aus der Kreativschmiede der Musiker.
Man kann sich die Band sogar für ein Privat-Konzert nach
Hause holen.

Wenn das finanzielle Ziel nicht erreicht wird, bekommen
die Spender Ihren Einsatz zurück und für niemanden ent-
stehen Kosten. Auf diese Weise versuchen Porter nun ihren
Traum vom ersten vollwertigen Album finanzieren und
produzieren zu können.

Porter sind dankbar für jede Art der Unterstützung – sei es
eine aktive Spende auf der Projektseite

http://www.startnext.de/porterwolkenstein

oder die Verbreitung der Nachricht über das Projekt!

„Wolkenstein“ kann kommen

19.07.2012 | 16:53 Uhr

„Wolkenstein“ kann kommen
Die Musiker von Porter arbeiten auf Hochtouren an den Vorbereitungen fürs erste Album (v.l.): Lars Daum (Gitarre, Mandoline), Markus Sänger (Schlagzeug), Christian Schwarz (Gesang, Gitarre), Frank Stewen (Gitarre) und Volker Fabiunke

Witten.   Die Wittener Band Porter erfüllt sich den Traum vom eigenen Album. Finanziert wird es aus Spenden, die im Internet gesammelt wurden. Im Interview spricht Drummer Markus Sänger über das Album, Erfahrungen mit Plattenverträgen und die nächsten Pläne der Gruppe.

Der Traum wird Wirklichkeit: Seit zehn Jahren stehen die Alternative-Rocker von Porter gemeinsam auf der Bühne. Jetzt wollen sie ihr erstes Album „Wolkenstein“ herausbringen. In den letzten Monaten waren sie dafür auf Spendensuche. Über die Crowdfunding-Internetseite „startnext.de“ erhielten sie von Fans 2166 Euro. Dem Projekt „Wolkenstein“ steht nichts mehr im Weg. Im Interview spricht Drummer Markus Sänger (40) über die Musik, Plattenverträge und die kommenden Pläne der Band.

Herzlichen Glückwunsch erstmal! Hattet ihr je Zweifel, ob die Methode des Crowdfundings klappt?

Markus Sänger: Ja, es gab oft Phasen, in denen ich Zweifel hatte. Aber gerade im letzten Monat kamen unglaublich viele Spenden dazu.

Ihr habt euch für die Eigenfinanzierung entschieden. Wie steht ihr zu Plattenverträgen?

Wir haben mit diversen Vorgängerbands schon schlechte Erfahrungen damit gemacht. Für Kleinstbands wird bei den Labels nicht viel getan. Man gibt die Rechte ab, aber man verdient, wenn überhaupt, höchstens Centbeträge. Mit Porter haben wir uns deshalb darauf geeinigt, das als Hobby zu betreiben. Außerdem haben wir keine Lust, uns reinreden zu lassen. Jetzt können wir sagen: „Das ist unsere Musik und wir machen, was wir als Band wollen.“ So macht es einfach mehr Spaß.

Das Geld habt ihr jetzt zusammen. Wie geht’s weiter?

Zuallererst werde ich sichten, wer gespendet hat und welche der versprochenen Geschenke, die man sich im Gegenzug dafür aussuchen konnte, versendet werden müssen. Eine kleine Gebühr von etwa 40 Euro geht auch noch an die Plattform Startnext. Wenn wir dann ausgerechnet haben, wie viel Geld uns unterm Strich bleibt, können wir ein Tonstudio buchen, Angebote vom Presswerk einholen und über die grafische Gestaltung nachdenken. Da kommt eine Menge auf uns zu – ganz zu schweigen natürlich vom Schreiben der Songs.

Was hat es mit dem Album-Namen „Wolkenstein“ auf sich?

Die Platte ist nach Oswald von Wolkenstein benannt, einem Ritter aus Südtirol. Ich habe im Urlaub eine Ausstellung über ihn besucht und gesehen, dass er ähnlich wie Goethe und Schiller ein großer Denker war – allerdings weniger bekannt. Sein Werk ist beeindruckend und er hat sich nie festgelegt. Das passt gut zur Haltung der Band: Wir wollen uns stilmäßig auch nicht festlegen. Bei uns kommen viele Einflüsse zusammen. Das kann man auch hören.

Wie soll „Wolkenstein“ klingen?

Unsere letzten Stücke waren ruhiger und textlich etwas introvertiert. Auf Wolkenstein soll es lauter und expressiver zugehen. Es ist weniger ichbezogen, sondern nach außen gerichtet, auch durchaus politisch. Wir sprechen Probleme an und üben etwas Sozialkritik. Was Instrumente angeht, kommen immer neue dazu. Bei den letzten Songs haben wir schon eine Mandoline eingebaut. Neuerdings spielt unser Gitarrist Lars auch noch Schifferklavier und E-Piano. Wir wissen nie, was er als Nächstes anschleppt.

Wann kann man die neuen Stücke live hören?

Wir spielen beim „Maschinchen Buntes Open Air“ am 31. August als Headliner im Innenhof von Haus Witten. Im September gibt es Konzerte in Düsseldorf und Essen. Und wir freuen uns natürlich auch besonders auf das „Metal for Mercy“-Festival in der Werkstadt Ende November.

INFO: Unter startnext.de/porterwolkenstein gibt es einen Blog der Band, der über den Fortschritt des Albums berichtet.Songs von Porter gibt es zum kostenlosen Download auf der Homepage der Band http://www.porter-online.de oder gegen eine kleine Gebühr bei iTunes.

Anna Ernst

 

Original hier:
http://www.derwesten.de/staedte/witten/wolkenstein-kann-kommen-id6896493.html